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Graffiti-Projektwoche Schulhaus Blumenfeld

Bunt und hell fanden Eltern und Kinder die einst düstere und voller unschöner Graffitis vollgesprayte Unterführung Blumenfeld-Kornfeld an der Vernissage vom 23. Mai 2025 vor. Zusammen mit Graffiti-Künstler Philipp Kummli hatten die Schülerinnen und Schüler des Schulhauses Blumenfeld die Unterführung während einer Projektwoche komplett umgestaltet.

Die Gemeinde Zuchwil setzt Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen als Kernelement des UNICEF-Labels «Kinderfreundliche Gemeinde» um. In den vergangenen Jahren durften die Kinder der Primarschulen Rückmeldungen zu ihrem Kindergarten- und Schulweg geben. Dabei nannten viele die Unterführung Blumenfeld – Kornfeld als Schwachstelle. Sie fühlten sich in der Unterführung unwohl, da sie diese als dunkel und unheimlich wahrnahmen. Ausserdem war die Sicht aufgrund der Kurve eingeschränkt. «Einige meiner Schülerinnen und Schüler äusserten Angst vor der Unterführung, weil sie nicht bis ans Ende sehen konnten», erzählte ein Lehrer, «Es war dunkel und sie hörten Geräusche, wussten aber nicht, wer oder was ihnen entgegenkam.»  Ein Schüler meinte, die Graffitis wirkten auf ihn wie ein Durcheinander und auch die Schimpfwörter fand er nicht cool. Aus diesen Gründen entschied die Gemeinde, die Unterführung gemeinsam mit den Kindern umzugestalten.

Graffitis sprayen

Jede Klasse durfte für eine Doppellektion die Spraydose in die Hand nehmen und unter Anweisung von Graffiti-Künstler Philipp Kummli Buchstaben oder Flächen sprayen. Bevor es ans Eingemachte ging, übten sie die richtige Spraytechnik an einer Übungswand. «Ich bin fasziniert, wie super die Kinder das machen», schwärmte Kummli, «Sie haben sehr schnell gelernt, konnten alles umsetzen und waren kreativ. Also von den Kleinsten, 1. bis 6. Klässler, ist riesiges Potenzial da.» An der Vernissage vom 23. Mai 2025 teilten die Kinder den Anwesenden strahlend mit, dass ihnen nebst dem Sprayen vor allem das aktive Mitgestalten der Unterführung am besten gefallen hatte. «Die Kinder hatten grosse Freude und waren sehr dankbar dafür», so Kummli, «Das Resultat ist unser Werk.»

Mit und für die Kinder

Als Drahtzieherinnen des Projekts seitens Gemeinde und KFG Zuchwil holten Juliette Vogel und Jeanine Riesen viele weitere Akteure für die Umgestaltung an Bord. Die AEK AG stattete die Unterführung mit einer zusätzlichen Beleuchtung aus. Metall-Werk Zürich AG montierte die Spiegel und Bordi AG übernahm die Malerarbeiten. Zudem sponsorte Bordi AG die Abdeckung der neuen Beleuchtung während der Sprayarbeiten. Vogel lobte die gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten und wünscht sich, dass noch weitere Unterführungen in Zuchwil mit und für die Kinder umgestaltet werden. Patrick Marti ist überzeugt, dass dieses Projekt auch andere Schulhäuser dazu animieren wird, ähnliche Projektwochen durchzuführen. Die nächsten Massnahmen zur Schulwegsicherheit in Zuchwil werden bauliche Massnahmen sein. «Auch dabei ist es wichtig, die Jugendlichen und Kinder miteinzubeziehen», so der Gemeindepräsident,  «Manchmal braucht es nicht so viel, wie wir Erwachsenen denken, damit es für die Kinder eine Verbesserung ist.» Die Unterführung Blumenfeld-Kornfeld ist das beste Beispiel dafür: «Dank der Spiegel sehen die Kinder nun, wer oder was auf sie zukommt», freut sich ein Lehrer, «Sie sehen endlich Licht am Ende des Tunnels.»

Wer sich einen Überblick zu den umgesetzten und geplanten Aktivitäten der KFG Zuchwil verschaffen möchte, findet im Rechenschaftsbericht 2023/2024 eine Zusammenfassung.

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Mit der Querungshilfe Amselweg sicher im Kindergarten ankommen

Zuchwil setzt sich aktiv für die Verbesserung der Schulwegsicherheit ein. Dabei berücksichtigt die Gemeinde die Rückmeldungen der Resultate aus der Schulwegbefragung 2019, um gezielte Massnahmen wie die «Querungshilfe Amselweg» zu realisieren.

Als Kinderfreundliche Gemeinde legt Zuchwil grossen Wert auf die Sicherheit der Kinder auf ihrem Schulweg. Im Jahr 2019 führte die Gemeinde in Zusammenarbeit mit so!mobil eine Umfrage unter den Schülerinnen und Schülern, Kindergartenkindern und Lehrpersonen durch, um gefährliche Stellen auf dem Schulweg zu identifizieren. Die Ergebnisse dieser Befragung wurden sorgfältig ausgewertet und flossen in die Planung von Sicherheitsmassnahmen ein. Eine häufige genannte Gefahrenstelle war der Bereich des Amselwegs, insbesondere die Querung zum dortigen Kindergarten.

Gefahr für Kinder bannen

«Kein Fussgängerstreifen, Kinder rennen bzw. fahren mit dem Trottinett direkt über die Strasse, zu viele Autos.» So beschrieben viele Kinder und Eltern die Gefahren beim Überqueren des Amselwegs in der Schulwegbefragung. Die Autos überschritten zwar selten das Tempolimit von 50 km/h. Aber für die Kinder war eine Überquerung, vor allem zum Kindergarten, trotzdem eine grosse Herausforderung. Das Einrichten einer Zone 30 war auf politischer Ebene nicht umsetzbar, da der Amselweg eine Sammelstrasse mit viel Verkehr zum Sportzentrum ist. Deshalb beschloss der Gemeinderat die Umsetzung einer neuen Fussgängerüberquerung an dieser Stelle. Diese Massnahme wurde in den Aktionsplan Kinderfreundliche Gemeinde aufgenommen und mithilfe von WAM Planer und Ingenieure AG umgesetzt.

Nachhaltige Fussgängerüberquerung

Im November 2024 fand die Eröffnung der Fussgängerüberquerung Amselweg statt. Da der Wunsch der Eltern und Kinder nach einem direkten Fussgängerstreifen zum Kindergarten aufgrund schlechter Sichtweiten nicht machbar war, installierte die Gemeinde eine Querungshilfe. Die Querungshilfe verengt die Strasse so, dass die Querungsdistanz für die Kinder deutlich kleiner ist und die Autos trotzdem problemlos kreuzen können. Nebst der neuen Querungshilfe gibt es für die Kindergartenkinder zwei Fussgängerstreifen, einer oben bei der Kreuzung und einer beim Schulhaus.

Die Energiestadt Zuchwil nutzte beim Bau der Querungshilfe die Gelegenheit, die bestehende Grünfläche neu nach dem Schwammstadtprinzip zu bewässern. Beim Schwammstadtprinzip wird das Regenwasser auf der Strasse nicht mehr kanalisiert, sondern zur Grünfläche geleitet, wo es im Boden versickert. Mit dieser einfachen Massnahme verdeutlicht die Gemeinde, dass sie die Prinzipien der Nachhaltigkeit in jedem Bauprojekt beachtet und miteinbezieht.