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Zuchwil setzt auf Neophytensäcke

Invasive Neophyten sind gebietsfremde Pflanzenarten, die sich rasch ausbreiten und einheimische Arten verdrängen. Auch in Zuchwil stellen sie eine zunehmende Herausforderung dar. Um die Ausbreitung einzudämmen, ist vor allem eines entscheidend: die korrekte Entsorgung.

Viele invasive Pflanzen vermehren sich über kleinste Pflanzenteile wie Samen, Wurzeln oder Rhizome. Werden sie über die Grünabfuhr entsorgt, besteht die Gefahr, dass sie sich weiter verbreiten. Deshalb gilt in den meisten Fällen: Neophyten gehören in den Kehricht. Durch die Verbrennung wird sichergestellt, dass sich die Pflanzen nicht erneut ausbreiten können.

Kostenlose Neophytensäcke

Die Gemeinde Zuchwil stellt der Bevölkerung spezielle Neophytensäcke zur Verfügung. Diese können kostenlos beim Entsorgungshof sowie im Gemeindesekretariat beziehungsweise im Dienstleistungszentrum (DLZ) bezogen werden. Die Säcke sind ausschliesslich für invasive Neophyten gedacht – anderes Grüngut oder Abfall darf nicht darin entsorgt werden.

Einfache und sichere Entsorgung

Die gefüllten Neophytensäcke können wie normaler Hauskehricht am Strassenrand bereitgestellt werden und werden von der Kehrichtabfuhr mitgenommen. Auch die Entsorgung selbst ist kostenlos. Dieses System sorgt dafür, dass problematische Pflanzenreste sicher und effizient beseitigt werden.

Beim Entsorgungshof erhalten die Einwohnerinnen und Einwohner von Zuchwil zusätzlich Informationen und Beratung zum Thema invasive Neophyten. Dort sind auch Informationsmaterialien erhältlich, die beim Erkennen und richtigen Umgang mit den Pflanzen helfen.

Beitrag zum Schutz der Natur

Wer invasive Neophyten im eigenen Garten erkennt und entfernt, leistet einen wichtigen Beitrag zum Schutz der lokalen Biodiversität. Typische problematische Arten sind etwa Sommerflieder, Berufkraut, Goldrute oder Kirschlorbeer. Mit der richtigen Entsorgung und etwas Aufmerksamkeit kann jede und jeder dazu beitragen, ihre Ausbreitung einzudämmen.

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Zuchwil macht Energie sichtbar – SEP Energieportal

Die Energiepotenziale in Zuchwil sind gross. Zurzeit werden noch 74 Prozent der Gebäude mit fossilen Energieträgern beheizt, und lediglich 18 Prozent des Potenzials zur Photovoltaikproduktion werden ausgeschöpft.

Zuchwil geht einen weiteren Schritt in Richtung Energiewende – und macht Energie jetzt sichtbar. Mit dem neuen digitalen SEP Energieportal steht der Bevölkerung ab sofort ein benutzerfreundliches Tool zur Verfügung, das umfassend über erneuerbare Heizsysteme, Solarpotenziale und Fördermöglichkeiten informiert. Gleichzeitig dient es auch der Gemeinde als wertvolle Planungsgrundlage für die Umsetzung ihrer Energiestrategie.

Grosse Potenziale

Das energetische Potenzial in Zuchwil ist beachtlich: Derzeit werden 36  Prozent der Gebäude mit erneuerbaren Energien beheizt. Beim Solarpotenzial besteht noch Luft nach oben – aktuell wird rund 18 Prozent der geeigneten Dachflächen zur Stromproduktion genutzt. Diese Daten liefert der Energie Reporter, ein Gemeinschaftsprojekt von EnergieSchweiz und geoimpact AG (energiereporter.ch). Als Energiestadt Gold unterstützt Zuchwil die Klimaziele des Bundes, die bis 2050 eine Reduktion der energiebedingten Treibhausgasemissionen auf netto null vorsehen.

Ein Werkzeug für die Energiewende

Das neue SEP Energieportal ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Die Gemeinde stellt damit sowohl der Bevölkerung als auch der Verwaltung ein modernes und leistungsfähiges Instrument zur Verfügung, das die Energiewende direkt auf Gebäudeebene unterstützt. Mit dem SEP Energieportal stellt Zuchwil seiner Bevölkerung ein Werkzeug zur Verfügung, mit dem interessierte Hausbesitzerinnen und -besitzer mit wenigen Klicks eine individuelle Empfehlung für ein neues, erneuerbares Heizsystem erhalten. Die Vorschläge berücksichtigen dabei verschiedene Faktoren wie die aktuelle Heizsituation, die Lage, den lokalen Energieplan sowie die Anbindung an bestehende Wärmeverbunde.

Solarpotenzial auf einen Blick

Ein besonderes Highlight ist die interaktive Solarkarte: Sie zeigt farblich markiert, wie gut sich die jeweiligen Dachflächen für Photovoltaikanlagen eignen – ergänzt durch konkrete Angaben zur Sonneneinstrahlung. Auch Hinweise zu Förderprogrammen, denkmalpflegerischen Auflagen und weiterführenden Beratungsstellen sind direkt im Portal abrufbar.