Aus vielen helfenden Händen, kreativen Ideen und grosser Begeisterung ist in Zuchwil ein neuer Ort zum Spielen, Entdecken und Begegnen entstanden: der Spielplatz KiJuZu. Nachdem bereits am 22. April rund 130 Kinder, Eltern und Grosseltern bei der Mitmachbaustelle tatkräftig mit angepackt und die neue Spielstätte aktiv mitgestaltet hatten, wurde der Spielplatz am 24. Juni offiziell eröffnet. Der Blogbeitrag zeigt, wie aus einer Baustelle ein lebendiger Lieblingsort für Kinder und Familien wurde.
Ein Spielplatz ist weit mehr als ein Ort mit Klettergeräten, Sand und Rutschen. Er ist ein Treffpunkt, ein Bewegungsraum, ein Ort für Fantasie, Begegnung und gemeinsames Aufwachsen. Genau ein solcher Ort ist mit dem neuen Spielplatz KiJuZu in Zuchwil entstanden.
Am Mittwoch, 24. Juni 2026, wurde der Spielplatz KiJuZu feierlich eröffnet. Zahlreiche Kinder, Eltern und Grosseltern kamen zusammen, um diesen besonderen Moment gemeinsam zu feiern. Bei heissem Sommerwetter herrschte eine fröhliche und lebendige Stimmung. Überall waren strahlende Gesichter zu sehen, Kinder erkundeten neugierig den neuen Spielplatz, und die Erwachsenen nutzten die Gelegenheit für Gespräche und Begegnungen. Ein besonderes Highlight der Eröffnung war die kostenlose Glace. Rund 150 Glaces wurden verteilt, eine willkommene Erfrischung bei den sommerlichen Temperaturen und ein schöner Beitrag zu einem rundum gelungenen Fest.
Doch der Spielplatz KiJuZu ist nicht erst mit der Eröffnung lebendig geworden. Bereits am 22. April wurde er im Rahmen einer Mitmachbaustelle gemeinsam zum Leben erweckt. Rund 130 Kinder, Eltern und Grosseltern packten mit an und verwandelten den Rohbau innert zwei Stunden in einen bunten Entdeckungs- und Erlebnisort. Die Kinder waren dabei nicht nur Zuschauerinnen und Zuschauer, sondern aktiv beteiligt. Sie konnten selbst Hand anlegen, ihre Ideen einbringen und den Spielplatz sichtbar mitprägen.
Gerade diese Beteiligung macht den Spielplatz KiJuZu besonders. Wenn Kinder einen Ort nicht nur nutzen, sondern ihn selbst mitgestalten dürfen, entsteht eine andere Verbindung. Der Spielplatz wird zu „ihrem“ Ort. Sie erkennen ihre eigenen Spuren wieder, erinnern sich an das gemeinsame Schaffen und identifizieren sich stärker mit dem Raum. So entsteht nicht nur ein Spielplatz, sondern ein Ort mit Charakter, Geschichte und Bedeutung.
Dieses Verständnis von Beteiligung ist ein zentrales Anliegen des Vereins SpielRaum – Freiräume für alle Generationen!. SpielRaum engagiert sich dafür, Spiel- und Freiräume zu schaffen, die Kindern eine echte Mitgestaltung ermöglichen. Im Zentrum steht die Überzeugung, dass Kinder Räume nicht nur bespielen, sondern auch mitdenken und mitentwickeln können. Dadurch entstehen Orte, die näher an den Bedürfnissen der Kinder sind und von ihnen langfristig stärker angenommen werden.
Organisiert und unterstützt wurde die Mitmachbaustelle von der Energiestadt Zuchwil, der Garten + Rasen Jost AG, dem Verein SpielRaum – Freiräume für alle Generationen! sowie der Weit&Breitsicht GmbH als Fachbegleitung der «Kinderfreundlichen Gemeinde Zuchwil». Ein herzliches Dankeschön gilt auch allen fleissigen Helferinnen und Helfern, allen beteiligten Organisationen sowie den vielen Kindern, Eltern und Grosseltern, die den Spielplatz KiJuZu mit ihrem Engagement, ihrer Kreativität und ihrer Freude gestaltet haben.
Mit der feierlichen Eröffnung ist der Spielplatz KiJuZu nun offiziell für alle zugänglich. Er lädt Kinder zum Klettern, Spielen, Entdecken und Ausprobieren ein. Gleichzeitig ist er ein Ort für Familien, Nachbarschaft und Begegnung: ein Platz, an dem Generationen zusammenkommen und gemeinsam Zeit verbringen können.
Kategorie: Zuchwil
Zuchwil will im Rahmen der Entwicklungsplanung die Raumentwicklung und Energienutzung besser aufeinander abstimmen, die Energieeffizienz steigern und den Einsatz erneuerbarer Energien fördern. Damit soll auch die Rezertifizierung als Energiestadt Gold im Jahr 2029 unterstützt werden. Spannend ist dabei ein Blick hinter die Kulissen: Was sind die Ziele, die Strategien und die Projekte unserer Gemeinde? In diesem Beitrag beleuchten wir, was Zuchwil bewegt.
Ziele und Ambitionen
Wichtige Ziele sind die Senkung der Treibhausgasemissionen auf Netto-Null bis ins Jahr 2050 sowie die Reduktion der negativen Auswirkungen des Klimawandels auf die Bevölkerung und die Wirtschaft. Mit dem Energie- und Klimaleitbild 2024, dem Energiepolitischen Massnahmenprogramm 2025 bis 2029 (EPOLI), der kommunalen Energieplanung, der Sanierungsstrategie für gemeindeeigene Bauten, dem Energieportal für die Bevölkerung, der Nachhaltigen Mobilitätsstrategie sowie einer Kommunikationsstrategie verfügt die Gemeinde heute über wichtige rechtliche Grundlagen und ein umfassendes Massnahmenpaket, um ihre Ziele zu erreichen.
Einblick in den Baukasten der Energiestadt
Es braucht eine Vielzahl an Massnahmen und eine gute Koordination, damit die Ziele ressourceneffizient, effektiv und möglichst kostengünstig erreicht werden können. Damit Zuchwil den Überblick über die Massnahmen behält und die Zielerreichung regelmässig überprüfen kann, arbeitet sie mit dem Qualitätsmanagement-Instrument «Energiestadt», welches sich in sieben Bereiche gliedert. Wir werfen einen Blick auf das Instrument und schauen uns konkrete Massnahmen an.
1 Entwicklungsplanung und Raumordnung
Die Gemeinde Zuchwil hat im Rahmen ihrer kommunalen Energieplanung eine detaillierte Datengrundlage zu sämtlichen Gebäuden auf dem Gemeindegebiet geschaffen und diese im neuen Energieportal gebündelt. Hausbesitzer*innen, welche eine Sanierung, einen Heizungsersatz oder die Installation einer Photovoltaikanlage planen, erhalten hier Informationen zu einem geeigneten erneuerbaren Heizsystem, zum Solarpotenzial ihres Gebäudes sowie zu kostenlosen Erstberatungen und möglichen Förderbeiträgen.
2 Kommunale Gebäude und Anlagen
Im Jahr 2024 hat Zuchwil die Prüfung der 20 wichtigsten gemeindeeigenen Gebäude in Auftrag gegeben. Daraus entstand die «Bauliche Zustandsanalyse und Sanierungsstrategie», welche einen hohen Sanierungsbedarf aufzeigt. Diese Sanierungen sollen in den kommenden 40 bis 50 Jahren erfolgen. Ein Beispiel ist das Schulhaus Blumenfeld. Hier geht es um die Frage, ob eine Sanierung oder ein Neubau sinnvoller ist. Auch die Modernisierung der Strassenbeleuchtung geht voran: seit der Jahrtausendwende wird diese schrittweise auf LED umgerüstet. Ende 2025 lag der LED-Anteil bei rund 61 Prozent; zugleich sank der Energieverbrauch gegenüber 2008 um etwa 63 Prozent.
3 Versorgung und Entsorgung
Gebietsfremde invasive Arten, sogenannte invasive Neophyten, können einheimische Pflanzen verdrängen sowie Gesundheit, Landschaft und Infrastruktur schädigen. Um ihre Verbreitung zu verhindern, ist die korrekte Entsorgung zentral. Dabei setzt Zuchwil auf die Unterstützung der Bevölkerung. Die invasiven Neophyten werden in speziellen Neophytensäcken gesammelt, welche beim Entsorgungshof und im Gemeindehaus kostenlos bezogen und mit dem Hauskehricht entsorgt werden können.
Ein gelungenes Beispiel für eine aktive Neophytenbekämpfung in Zuchwil ist eine Gruppe von rund 14 Personen, die Gebietspatenschaften bilden. Eine Teilnehmerin berichtet: «Ich bin zuständig für das Coop- und Migrosareal. Hier wuchert vor allem das Einjährige Berufkraut, nicht zu verwechseln ist dieses mit dem Gänseblümchen oder der Kamille.» Die Reaktionen der Passanten seien manchmal überraschend «Der freundliche, junge Fotograf dachte, wir würden aus dem Berufkraut Salat machen». Die Gruppe sucht nach Mithilfe, da sich Neophyten wie Goldrute, Springkraut oder Einjähriges Berufkraut schnell verbreiten.
Wenden Sie sich bei Interesse an Frau Rita Hug-Hüsser (078 724 39 76).

4 Mobilität
Unsere Gemeinde setzt sich seit vielen Jahren für eine nachhaltige Mobilität ein und beteiligt sich sowohl an verschiedenen Aktionen als auch an der Trägerschaft von so!mobil. Als Grundlage für die Planung der kommenden Jahre wurde eine vertiefte Verkehrsanalyse erarbeitet. Analysiert wurden unter anderem Quartier- und Strassennetze, der fliessende und ruhende Verkehr, die Sicherheit der Schulwege sowie das Velonetz unter Einbeziehung des «Level of Traffic Stress». Daraus wurden mögliche Massnahmen abgeleitet, etwa Tempo-30-Zonen, Begegnungszonen, gestalterische Aufwertungen sowie die Sicherung wichtiger Fuss- und Veloverbindungen.
Aktuell setzt sich eine neu gegründete Projektgruppe in Partnerschaft mit lokalen Unternehmen und der Energieversorgerin für die Schaffung eines öffentlich zugänglichen Ladenetzes für Elektroautos ein. Ende Sommer werden die Grundlagen zum heutigen Bestand, zum Potenzial und zum künftigen Bedarf an Ladepunkten in Zuchwil vorliegen.
5 Interne Organisation
Die Gemeinde setzt auf schlanke Strukturen und kurze Kommunikationswege, um die gefassten Ziele möglichst effektiv und effizient zu erreichen. Hierzu wurde im Jahr 2024 die neue Fachstelle Energie und Umwelt geschaffen, die intern und auch extern als Anlaufstelle für alle Fragen zu Energie, Klimaschutz und Klimaanpassung wirkt. Energiestadtkoordinatorin ist Juliette Vogel Schmid (Juliette.VogelSchmid@zuchwil.ch).
6 Kommunikation und Kooperation
Damit wir die Ziele erreichen, sind wir auf unsere Bevölkerung angewiesen. Nur wenn viele Zuchwiler*innen in ihrem Einflussbereich mitmachen, werden wir erfolgreich sein. Aber was können Sie tun?
Besuchen Sie das gemeindeeigene Energieportal und lassen Sie sich beraten, falls Sie einen Heizungsersatz oder eine PV-Anlage planen. Ebenfalls besteht die Möglichkeit bei der Neophytenbekämpfung und bei Massnahmen gegen das «Littering» aktiv zu werden oder Wege vermehrt zu Fuss oder mit dem Velo zurückzulegen. Mit Beiträgen wie diesem, regelmässigen Anlässen zu Energie- und Klimathemen sowie einer Anlaufstelle für alle Fragen im Zusammenhang mit Energie und Klima will die Gemeinde die Bevölkerung mit auf den Weg nehmen.
7 Klimawandelfolgen
Mit der Teilnahme am Programm SO!naturnah engagiert sich Zuchwil gemeinsam mit dem kantonalen Amt für Raumplanung auch künftig für den Schutz und die Förderung der Biodiversität sowie für die Anpassung an den Klimawandel. Seit dem Projektstart im Jahr 2025 wurden die gemeindeeigenen Grünflächen systematisch erfasst und bewertet.
Ab 2026 wurden die Flächen schrittweise naturnah umgestaltet. Damit diese neu geschaffenen, artenreichen Flächen ihren ökologischen Wert langfristig entfalten, investiert die Gemeinde in die Schulung des Unterhaltsdienstes. Dieser wird darauf sensibilisiert, die Grünflächen schonend zu pflegen (zum Beispiel durch entsprechendes Mähen), bestehende Lebensräume nicht zu stören und natürliche Entwicklungen zuzulassen.
Als gelungene Beispiele für Begrünungsmassnahmen gelten die Blumenwiesen am Emmenweg sowie jene beim Kreisel des Dienstleistungszentrums. Bereits ab dem nächsten Jahr sollen diese Flächen in voller Farbenpracht erblühen.
Nicht immer geradlinig
Viele Massnahmen konnten in Zuchwil bereits erfolgreich umgesetzt werden, weitere sind in Planung. Doch der Weg zur Nachhaltigkeit ist nicht immer geradlinig: Fragen der Akzeptanz, der Finanzierung und der technischen Machbarkeit stellen die Gemeinde immer wieder vor Herausforderungen.
Wie Zuchwil diese Herausforderungen angeht, welche Themen aktuell besonders dringlich sind, und welche Massnahmen künftig im Fokus stehen, beleuchten wir im nächsten Beitrag dieser Reihe. Bleiben Sie dran – es wird spannend zu sehen, wie Zuchwil den nächsten Schritt auf dem Weg als Energiestadt gestaltet.
Am 22. April öffnete die Mitmachbaustelle des neuen Spielplatzes Kijuzu in Zuchwil ihre Türen. Zahlreiche Kinder durften selbst Hand anlegen und den neuen Spiel- und Begegnungsort aktiv mitgestalten.
Mit grosser Begeisterung wurde gerecht, geschaufelt, gepflanzt und gestaltet. Die Kinder verteilten Holschnitzel, schütteten Sand auf, pflanzten Büsche, bastelten Vogelhäuser und verewigten sich kreativ auf den neuen Klettergeräten. So wurde der Spielplatz nicht einfach gebaut, sondern gemeinsam zum Leben erweckt.
Die Aktion stiess auf grossen Anklang: Rund 130 Kinder, Eltern und Grosseltern nahmen teil und machten den Rohbau innert zwei Stunden zu einem lebendigen Entdeckungs- und Erlebnisort. Besonders wertvoll war, dass die Kinder in den Gestaltungsprozess einbezogen wurden, sich kreativ austoben konnten und ihre eigenen Ideen umsetzen durften. Das hat den Ort nicht nur verschönert, sondern ihm einen individuellen Charakter verliehen.
Organisiert und unterstützt wurde die Mitmachbaustelle von der Energiestadt Zuchwil, der Jost Gartenbau GmbH, dem Verein SpielRaum und der Weit&Breitsicht GmbH als Fachbegleitung der «Kinderfreundlichen Gemeinde Zuchwil».
Nach getaner Arbeit wurde für alle eine kleine Stärkung angeboten und die Resultate bewundert. Die Aktion zeigt, wie Freiräume durch gemeinsame Gestaltung zu besonderen Orten werden, die eine nachhaltige Verbindung schaffen und einzigartige Erlebnisse ermöglichen.
In Zuchwil sind Sanierungen, Photovoltaik und neue Strassenprojekte Teil einer grösseren Strategie:
Die Gemeinde will Energie verantwortungsvoll nutzen und möglichst kostengünstig sichern. Seit der Energiestadt-Zertifizierung 2004 treibt Zuchwil diese Energiearbeit sichtbar voran, doch 2025 ging der Gold-Status verloren. Die «Energiestadt Gold»-Schilder bleiben trotzdem stehen: als Statement und als Ansporn, 2029 wieder Gold zu holen.
Die Energiestadt-Gold-Schilder bleiben
Wenn in Zuchwil ein Schulhaus saniert, eine Photovoltaikanlage installiert oder eine Strasse neu geplant wird, geht es um mehr als die Realisierung einzelner Bauprojekte. Hinter vielen dieser Projekte steht eine gemeinsame Frage: Wie geht unsere Gemeinde verantwortungsvoll mit Energie um? Was auf den ersten Blick technisch wirkt, betrifft letztlich uns alle: im Alltag, im Wohnen und im Arbeiten. In Zuchwil sind die Fortschritte einer aktiven Energiearbeit bereits heute sichtbar. Gebäude werden saniert, Anlagen modernisiert und Angebote, wie das Energieportal, geschaffen. Dahinter steht eine klare und langfristige Planung unserer Gemeinde mit dem Ziel, die Energieversorgung verlässlich, unabhängig und möglichst kostengünstig zu gestalten.
Bei dieser Planung spielt die Auszeichnung «Energiestadt» eine entscheidende Rolle, indem sie Gemeinden Orientierung und Hilfestellung rund um das Thema Energie bietet. Wer nach Zuchwil fährt, sieht es bereits am Ortseingang: Auf den Schildern steht die Auszeichnung «Energiestadt Gold». Dieser Status wurde bei der letzten Überprüfung im Jahr 2025 nicht mehr erlangt, jedoch hat sich die Gemeinde dazu entschieden, die Schilder vorerst nicht zu ersetzen. Sie sind Zeichen des Engagements und des Ansporns im Jahr 2029 erneut den Gold-Status zu holen. Aber was bedeutet das?
Was bedeutet die Auszeichnung«Energiestadt»?
Das Label «Energiestadt» zeichnet Gemeinden seit 1991 für überdurchschnittliche Anstrengungen in der Energie- und Klimapolitik auf kommunaler Ebene aus. Die Gemeinden werden anhand eines Kriterienkatalogs bewertet und die Zielerreichung alle vier Jahre überprüft. Grundlage bildet ein Massnahmenprogramm, welches gemeinsam mit den Gemeindebehörden erarbeitet und vom Gemeinderat verabschiedet wird. Dabei wird die Auszeichnung für eine Vielzahl kontinuierlicher, aufeinander abgestimmter Bemühungen in dessen sechs Kernbereichen vergeben. Die Bereiche umfassen die Themen Entwicklungsplanung, gemeindeeigene Gebäude, Ver- und Entsorgung, Mobilität, die interne Organisation sowie die Kommunikation. Diese Bereiche sind verpflichtend. Ein Engagement im siebten Bereich «Klimawandelfolgen» ist freiwillig. Das Label «Energiestadt Gold» ist die höchste Auszeichnung für Städte und Gemeinden, wobei 75% der Gesamtpunktzahl zu erreichen sind.
Zusätzlich tauschen sich im Rahmen von «Energiestadt» Vertreterinnen und Vertreter der Energiestädte sowie weitere engagierte Städte und Gemeinden aus dem Kanton Solothurn im «Netzwerk Energiestädte» regelmässig aus. Ziel dieses Netzwerks ist es, Erfahrungen zu teilen, bewährte Lösungen weiterzugeben und sich gegenseitig bei der Umsetzung der verschiedenen Anforderungen der Energiearbeit zu unterstützen. Seit über 20 Jahren nutzt Zuchwil nun das Instrument «Energiestadt», um ihre Energieplanung weiterzuentwickeln. Dabei geht es unter anderem um Energieeffizienz, den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien und eine nachhaltige Gestaltung der Mobilität. Fortschritte werden regelmässig überprüft, Massnahmen angepasst und neue Möglichkeiten abgewogen. Wichtig sind hierfür eine verlässliche Umsetzung, transparente Abläufe und eine klare Ausrichtung. Für dieses langjährige Engagement wurde Zuchwil von 2016 bis 2025 mit dem Label «Energiestadt Gold» ausgezeichnet.

Städte und Gemeinden als Schlüsselakteure
Grundlage der Zuchwiler Energiepolitik bildet im internationalen Kontext das Pariser Klimaabkommen, auf nationaler und kantonaler Ebene sind dies Konzepte wie die «Energiestrategie 2050» des Bundes oder das «Energiekonzept» des Kantons Solothurn von 2022. Energiepolitik ist dabei ein Zusammenspiel aller Staatsebenen, wobei den Gemeinden eine besonders wichtige Rolle zukommt.
Der Energieverbrauch in Städten und Gemeinden ist schweizweit natürlicherweise sehr hoch: Hier wird gelebt, gearbeitet und sich fortbewegt. Wichtige Energieverbraucher sind öffentliche Einrichtungen, Haushalte, Infrastruktur aber auch Verkehr. Gleichzeitig verfügen Städte und Gemeinden über zentrale Steuerungsinstrumente zur Reduktion der Verbräuche und zur Förderung erneuerbarer Energieträger. Sie planen Bauzonen und reglementieren diese, investieren in eigene Liegenschaften, setzen Impulse für die lokale Wirtschaft und nehmen die Bevölkerung durch eine gute Kommunikation mit auf den Weg.
Durch diese Stellschrauben konnte der Kanton Solothurn den Einsatz fossiler Brennstoffe im Gebäudebereich seit 2009 deutlich reduzieren. Dennoch ist der Verbrauch für den Kanton Solothurn schweizweit am höchsten.
Verantwortung mit Perspektive
Zuchwil stellt sich diesen Herausforderungen auch in Zukunft. Eine vorausschauende Planung wird hierbei zunehmend wichtiger, um weiterhin eine stabile und kostengünstige Energieversorgung zu gewährleisten. Dass die Ortsschilder weiterhin «Energiestadt Gold» tragen, ist Ausdruck dieses Anspruchs. Fortschritte entstehen dabei als Ergebnis politischer Entscheide, sorgfältiger Planung und durch die Mitwirkung von Bevölkerung und Wirtschaft. Als Paradebeispiel für dieses Zusammenspiel gilt das «Zuchler Energieportal» (SEP), das über mehrere Jahre vorbereitet und 2025 aufgeschaltet wurde. Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer erhalten dort einfach und übersichtlich Informationen zu ihrem Gebäude: Wie gross ist das Potenzial für eine Photovoltaikanlage? Welche erneuerbare Heizlösung passt am besten? Welche Fördermöglichkeiten gibt es? Mit dem Energieportal konnte eine verlässliche Grundlage geschaffen werden, die individuelle Empfehlungen für den Heizungsersatz und für das Anbringen von PV-Anlagen ermöglicht. Gleichzeitig zeigt sich: Ein grosser Teil der Haushalte in Zuchwil nutzt bereits erneuerbare Energien. Mit dem Energieportal nimmt unsere Gemeinde im Bereich Datenqualität schweizweit eine führende Rolle ein.
Energie als Teil der Gemeinde von morgen
Auch in Zukunft wird die Entwicklung unserer Gemeinde eng mit Energiefragen verbunden sein. Themen wie Gebäudesanierung, die lokale Energieproduktion und die Klimaanpassung sind Teil davon. Entscheidend bleiben dabei die konsequente Umsetzung und die Weiterführung einer langfristigen Strategie. Es gilt: «Wer heute strategisch plant, schafft Handlungsspielräume für morgen».
Invasive Neophyten sind gebietsfremde Pflanzenarten, die sich rasch ausbreiten und einheimische Arten verdrängen. Auch in Zuchwil stellen sie eine zunehmende Herausforderung dar. Um die Ausbreitung einzudämmen, ist vor allem eines entscheidend: die korrekte Entsorgung.
Viele invasive Pflanzen vermehren sich über kleinste Pflanzenteile wie Samen, Wurzeln oder Rhizome. Werden sie über die Grünabfuhr entsorgt, besteht die Gefahr, dass sie sich weiter verbreiten. Deshalb gilt in den meisten Fällen: Neophyten gehören in den Kehricht. Durch die Verbrennung wird sichergestellt, dass sich die Pflanzen nicht erneut ausbreiten können.
Kostenlose Neophytensäcke
Die Gemeinde Zuchwil stellt der Bevölkerung spezielle Neophytensäcke zur Verfügung. Diese können kostenlos beim Entsorgungshof sowie im Gemeindesekretariat beziehungsweise im Dienstleistungszentrum (DLZ) bezogen werden. Die Säcke sind ausschliesslich für invasive Neophyten gedacht – anderes Grüngut oder Abfall darf nicht darin entsorgt werden.
Einfache und sichere Entsorgung
Die gefüllten Neophytensäcke können wie normaler Hauskehricht am Strassenrand bereitgestellt werden und werden von der Kehrichtabfuhr mitgenommen. Auch die Entsorgung selbst ist kostenlos. Dieses System sorgt dafür, dass problematische Pflanzenreste sicher und effizient beseitigt werden.
Beim Entsorgungshof erhalten die Einwohnerinnen und Einwohner von Zuchwil zusätzlich Informationen und Beratung zum Thema invasive Neophyten. Dort sind auch Informationsmaterialien erhältlich, die beim Erkennen und richtigen Umgang mit den Pflanzen helfen.
Beitrag zum Schutz der Natur
Wer invasive Neophyten im eigenen Garten erkennt und entfernt, leistet einen wichtigen Beitrag zum Schutz der lokalen Biodiversität. Typische problematische Arten sind etwa Sommerflieder, Berufkraut, Goldrute oder Kirschlorbeer. Mit der richtigen Entsorgung und etwas Aufmerksamkeit kann jede und jeder dazu beitragen, ihre Ausbreitung einzudämmen.
Anlässlich der erneuten Auszeichnung als Energiestadt hat die Einwohnergemeinde Zuchwil am Donnerstag, 23. Oktober 2025 zur Rezertifizierungsfeier und zum Informationsanlass zum Thema «Energiewende» eingeladen. Der Lindensaal war mit rund sechzig interessierten Zuchwilerinnen und Zuchwilern gut gefüllt.
Im September 2025 wurde Zuchwil zum sechsten Mal erfolgreich als Energiestadt rezertifiziert. Die Einwohnergemeinde nahm dies als Anlass für eine öffentliche Feier und einen Informationsanlass rund um die Energiewende, Heizungsersatz und das neue Energieportal der Gemeinde. «Das Label Energiestadt ermöglicht der Gemeinde ein kontinuierliches Engagement in Energie- und Klimabereich und bietet ein wertvolles Netzwerk für den Austausch mit anderen Gemeinden», wie Gemeindepräsident Patrick Marti in seiner Begrüssung betont. Die erneute Auszeichnung freut ihn besonders, da es auch Ansporn ist, die bewährten Aktivitäten weiterzuführen – für ein lebenswertes Zuchwil auch in Zukunft!
Die Schweizer Energiewende
Eröffnet wurde der Abend von Nationalrat Jürg Grossen, Präsident der GLP und des Photovoltaik-Branchenverbands «Swissolar». In seinem Referat zur Energiewende zeigte er auf, wie sich die Schweiz künftig eigenständig und CO₂-neutral mit Energie versorgen kann. Er erläuterte die Zusammenhänge von Strom- und Wärmewende und präsentierte spannende Fakten – so ist die Schweiz bei 68 Prozent der benötigten Energie in Form von Heizöl, Gas, Benzin und Diesel zurzeit stark abhängig vom Ausland. Im Jahr 2024 gab es aber mit 81 Terawattstunden einheimisch produzierter Energie einen neuen Rekord in der Schweizer Stromproduktion zu verzeichnen. Die Solarenergie nimmt dabei einen immer wichtigeren Teil ein. Im Jahr 2025 werden voraussichtlich 14 Prozent des Schweizer Strom-Endverbrauchs aus der Photovoltaikproduktion stammen. Jürg Grossen betonte zudem, dass Energieeffizienz, Photovoltaik, Elektromobilität, Digitalisierung und Automatisierung Hand in Hand gehen müssen, um ein «Netto-Null-Gebäude» und damit einen wichtigen Beitrag an die Energiewende in der Schweiz zu ermöglichen. Am Beispiel seiner Firma zeigt er konkret, wie dies umgesetzt werden kann. So benötigt die Geschäftsliegenschaft lediglich einen Viertel des Stroms sowie der Wärmeenergie eines Schweizer Durchschnittsgebäudes.
Das Energieportal von Zuchwil
Im Anschluss stellte David Suter, Co-Founder und Geschäftsleitungsmitglied der geoimpact AG das neue Energieportal von Zuchwil vor. Dieses Online-Tool basiert auf der Energieplanung der Gemeinde und bietet Hauseigentümerinnen und -eigentümern eine einfache Möglichkeit, sich über empfohlene erneuerbare Heizsysteme, das Solarpotenzial ihrer Liegenschaft sowie über Fördermöglichkeiten und kostenlose Erstberatungen zu informieren. Der Energiestadt Zuchwil ist es ein grosses Anliegen, das Energieportal allen Liegenschaftsbesitzern bekannt zu machen, da es zentral ist für die Energiewende in Zuchwil. Energieberater Adrian Tschui erläuterte schliesslich die kantonalen Bestimmungen im Bereich Heizungsersatz. Er verglich verschiedene Heizsysteme in Bezug auf Platzbedarf, Kosten und Förderbeiträge und gab praktische Tipps für den Umstieg auf erneuerbare Energien.
Zum sechsten Mal Energiestadt
Nach den Fachreferaten folgte der feierliche Höhepunkt des Abends: Monika Tschannen, Botschafterin des Trägervereins Energiestadt, hielt die Laudatio und überreichte der Gemeinde offiziell das Zertifikat mit einem sehr guten Resultat von 71.2 Prozent. Mit der Rezertifizierung bekräftigt die Energiestadt Zuchwil ihr langfristiges Engagement für eine nachhaltige Zukunft – im Bereich Energie und in weiteren Bereichen, in welchen sie aktiv ist. So verfügt die Gemeinde neben der Energieplanung neu über eine nachhaltige Gebäudestrategie, welche eine wichtige Grundlage bildet für die kontinuierliche energetische Sanierung der gemeindeeigenen Liegenschaften, zudem ist ein neues Projekt in Planung zur Biodiversitätsförderung auf bisher ungenutzten Flächen im Gemeindegebiet.
Im Anschluss waren alle Anwesenden zum Apéro riche und zum weiteren Austausch eingeladen. Die Gäste konnten sich an der Tischmesse mit den anwesenden lokalen Firmen – Regio Energie, Helion Energy AG, Tschui AG und Enerhaus Engineering AG – informieren und den Experten ihre Fragen stellen. Ebenfalls konnte das Energieportal am Stand der Energiestadt Zuchwil direkt ausprobiert werden.
Download Präsentationen
Möchten Sie mehr wissen? Hier können Sie alle Präsentationen herunterladen und zum Energieportal Zuchwil gelangen.
Die Aktion «bike to work» ist seit Jahren eine beliebte Challenge innerhalb der Zuchwiler Gemeindeverwaltung für mehr Fitness und Teamzusammenhalt. An der Preisverleihung vom Dienstag, 19. August 2025, ehrte Zuchwil die besten Teams und Teilnehmenden mit viel Lob und einem Geschenkkorb.
Zahlreiche Mitarbeitende der Gemeindeverwaltung Zuchwil haben aktiv an der diesjährigen Kampagne «bike to work» von Pro Velo Schweiz mitgewirkt. Die Aktion motivierte die Angestellten, im Mai und Juni mit dem Velo, anstatt mit dem Auto zur Arbeit zu fahren. Dadurch sollten die Fitness der Mitarbeitenden, der Teamgeist und das nachhaltige Mobilitätsmanagement innerhalb der Gemeinde gefördert werden. 28 Teilnehmende in 7 Teams machten mit und legten dabei insgesamt 5’239 Kilometer an 721 Velotagen zurück. Dies entsprach einer Distanz von Zuchwil bis zum Kaspischen Meer und einer CO2-Einsparung von 754 Kilogramm. Gemeindepräsident Patrick Marti und Energiestadtkoordinatorin Juliette Vogel überreichten den besten Teams und Teilnehmenden für ihre hervorragende Leistung am Dienstag, 19. August 2025, einen Geschenkkorb.
Gemeindeinterne Challenge
Die meisten der anwesenden GewinnerInnen legten auch ausserhalb von bike to work ihren Arbeitsweg mit dem Velo zurück. Daher war für sie die Teilnahme an der Aktion eine Selbstverständlichkeit. Besonders motivierend empfanden sie die Challenge, mehr Kilometer und Velotage zu absolvieren als die gegnerischen Teams. So strampelten sich die #bikeaholics mit 1’033 km an 137 Velotagen und einem Veloanteil von 100 Prozent auf den ersten Platz. Die Flamigoradler konnten wie im vorherigen Jahr den zweiten Rang ergattern. Sie schafften an 444 km an 111 Velotagen und hatten einen Veloanteil von 98 Prozent. Stevie, Tommy und die AnLoPen radelten mit 1’213 km, 136 Velotagen und 89 Prozent Veloanteil auf den 3. Platz.
Unter den Teilnehmenden überragte Janno Niggli mit 556 km alle Mitstreitenden und wurde Top Kilometerchampion. Wie er erreichten auch Jessica Cucinelli und Aline Siegenthaler je 100 Prozent Veloanteil und legten dabei 190 und 189 km zurück.
Die Energiestadt Zuchwil bedankt sich herzlich bei allen Teilnehmenden fürs Mitmachen und ihren Einsatz für eine nachhaltige Mobilität innerhalb der Gemeinde!
Bunt und hell fanden Eltern und Kinder die einst düstere und voller unschöner Graffitis vollgesprayte Unterführung Blumenfeld-Kornfeld an der Vernissage vom 23. Mai 2025 vor. Zusammen mit Graffiti-Künstler Philipp Kummli hatten die Schülerinnen und Schüler des Schulhauses Blumenfeld die Unterführung während einer Projektwoche komplett umgestaltet.
Die Gemeinde Zuchwil setzt Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen als Kernelement des UNICEF-Labels «Kinderfreundliche Gemeinde» um. In den vergangenen Jahren durften die Kinder der Primarschulen Rückmeldungen zu ihrem Kindergarten- und Schulweg geben. Dabei nannten viele die Unterführung Blumenfeld – Kornfeld als Schwachstelle. Sie fühlten sich in der Unterführung unwohl, da sie diese als dunkel und unheimlich wahrnahmen. Ausserdem war die Sicht aufgrund der Kurve eingeschränkt. «Einige meiner Schülerinnen und Schüler äusserten Angst vor der Unterführung, weil sie nicht bis ans Ende sehen konnten», erzählte ein Lehrer, «Es war dunkel und sie hörten Geräusche, wussten aber nicht, wer oder was ihnen entgegenkam.» Ein Schüler meinte, die Graffitis wirkten auf ihn wie ein Durcheinander und auch die Schimpfwörter fand er nicht cool. Aus diesen Gründen entschied die Gemeinde, die Unterführung gemeinsam mit den Kindern umzugestalten.
Graffitis sprayen
Jede Klasse durfte für eine Doppellektion die Spraydose in die Hand nehmen und unter Anweisung von Graffiti-Künstler Philipp Kummli Buchstaben oder Flächen sprayen. Bevor es ans Eingemachte ging, übten sie die richtige Spraytechnik an einer Übungswand. «Ich bin fasziniert, wie super die Kinder das machen», schwärmte Kummli, «Sie haben sehr schnell gelernt, konnten alles umsetzen und waren kreativ. Also von den Kleinsten, 1. bis 6. Klässler, ist riesiges Potenzial da.» An der Vernissage vom 23. Mai 2025 teilten die Kinder den Anwesenden strahlend mit, dass ihnen nebst dem Sprayen vor allem das aktive Mitgestalten der Unterführung am besten gefallen hatte. «Die Kinder hatten grosse Freude und waren sehr dankbar dafür», so Kummli, «Das Resultat ist unser Werk.»
Mit und für die Kinder
Als Drahtzieherinnen des Projekts seitens Gemeinde und KFG Zuchwil holten Juliette Vogel und Jeanine Riesen viele weitere Akteure für die Umgestaltung an Bord. Die AEK AG stattete die Unterführung mit einer zusätzlichen Beleuchtung aus. Metall-Werk Zürich AG montierte die Spiegel und Bordi AG übernahm die Malerarbeiten. Zudem sponsorte Bordi AG die Abdeckung der neuen Beleuchtung während der Sprayarbeiten. Vogel lobte die gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten und wünscht sich, dass noch weitere Unterführungen in Zuchwil mit und für die Kinder umgestaltet werden. Patrick Marti ist überzeugt, dass dieses Projekt auch andere Schulhäuser dazu animieren wird, ähnliche Projektwochen durchzuführen. Die nächsten Massnahmen zur Schulwegsicherheit in Zuchwil werden bauliche Massnahmen sein. «Auch dabei ist es wichtig, die Jugendlichen und Kinder miteinzubeziehen», so der Gemeindepräsident, «Manchmal braucht es nicht so viel, wie wir Erwachsenen denken, damit es für die Kinder eine Verbesserung ist.» Die Unterführung Blumenfeld-Kornfeld ist das beste Beispiel dafür: «Dank der Spiegel sehen die Kinder nun, wer oder was auf sie zukommt», freut sich ein Lehrer, «Sie sehen endlich Licht am Ende des Tunnels.»
Wer sich einen Überblick zu den umgesetzten und geplanten Aktivitäten der KFG Zuchwil verschaffen möchte, findet im Rechenschaftsbericht 2023/2024 eine Zusammenfassung.
Die Energiepotenziale in Zuchwil sind gross. Zurzeit werden noch 74 Prozent der Gebäude mit fossilen Energieträgern beheizt, und lediglich 18 Prozent des Potenzials zur Photovoltaikproduktion werden ausgeschöpft.
Zuchwil geht einen weiteren Schritt in Richtung Energiewende – und macht Energie jetzt sichtbar. Mit dem neuen digitalen SEP Energieportal steht der Bevölkerung ab sofort ein benutzerfreundliches Tool zur Verfügung, das umfassend über erneuerbare Heizsysteme, Solarpotenziale und Fördermöglichkeiten informiert. Gleichzeitig dient es auch der Gemeinde als wertvolle Planungsgrundlage für die Umsetzung ihrer Energiestrategie.
Grosse Potenziale
Das energetische Potenzial in Zuchwil ist beachtlich: Derzeit werden 36 Prozent der Gebäude mit erneuerbaren Energien beheizt. Beim Solarpotenzial besteht noch Luft nach oben – aktuell wird rund 18 Prozent der geeigneten Dachflächen zur Stromproduktion genutzt. Diese Daten liefert der Energie Reporter, ein Gemeinschaftsprojekt von EnergieSchweiz und geoimpact AG (energiereporter.ch). Als Energiestadt Gold unterstützt Zuchwil die Klimaziele des Bundes, die bis 2050 eine Reduktion der energiebedingten Treibhausgasemissionen auf netto null vorsehen.
Ein Werkzeug für die Energiewende
Das neue SEP Energieportal ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Die Gemeinde stellt damit sowohl der Bevölkerung als auch der Verwaltung ein modernes und leistungsfähiges Instrument zur Verfügung, das die Energiewende direkt auf Gebäudeebene unterstützt. Mit dem SEP Energieportal stellt Zuchwil seiner Bevölkerung ein Werkzeug zur Verfügung, mit dem interessierte Hausbesitzerinnen und -besitzer mit wenigen Klicks eine individuelle Empfehlung für ein neues, erneuerbares Heizsystem erhalten. Die Vorschläge berücksichtigen dabei verschiedene Faktoren wie die aktuelle Heizsituation, die Lage, den lokalen Energieplan sowie die Anbindung an bestehende Wärmeverbunde.
Solarpotenzial auf einen Blick
Ein besonderes Highlight ist die interaktive Solarkarte: Sie zeigt farblich markiert, wie gut sich die jeweiligen Dachflächen für Photovoltaikanlagen eignen – ergänzt durch konkrete Angaben zur Sonneneinstrahlung. Auch Hinweise zu Förderprogrammen, denkmalpflegerischen Auflagen und weiterführenden Beratungsstellen sind direkt im Portal abrufbar.
Zuchwil setzt sich aktiv für die Verbesserung der Schulwegsicherheit ein. Dabei berücksichtigt die Gemeinde die Rückmeldungen der Resultate aus der Schulwegbefragung 2019, um gezielte Massnahmen wie die «Querungshilfe Amselweg» zu realisieren.
Als Kinderfreundliche Gemeinde legt Zuchwil grossen Wert auf die Sicherheit der Kinder auf ihrem Schulweg. Im Jahr 2019 führte die Gemeinde in Zusammenarbeit mit so!mobil eine Umfrage unter den Schülerinnen und Schülern, Kindergartenkindern und Lehrpersonen durch, um gefährliche Stellen auf dem Schulweg zu identifizieren. Die Ergebnisse dieser Befragung wurden sorgfältig ausgewertet und flossen in die Planung von Sicherheitsmassnahmen ein. Eine häufige genannte Gefahrenstelle war der Bereich des Amselwegs, insbesondere die Querung zum dortigen Kindergarten.
Gefahr für Kinder bannen
«Kein Fussgängerstreifen, Kinder rennen bzw. fahren mit dem Trottinett direkt über die Strasse, zu viele Autos.» So beschrieben viele Kinder und Eltern die Gefahren beim Überqueren des Amselwegs in der Schulwegbefragung. Die Autos überschritten zwar selten das Tempolimit von 50 km/h. Aber für die Kinder war eine Überquerung, vor allem zum Kindergarten, trotzdem eine grosse Herausforderung. Das Einrichten einer Zone 30 war auf politischer Ebene nicht umsetzbar, da der Amselweg eine Sammelstrasse mit viel Verkehr zum Sportzentrum ist. Deshalb beschloss der Gemeinderat die Umsetzung einer neuen Fussgängerüberquerung an dieser Stelle. Diese Massnahme wurde in den Aktionsplan Kinderfreundliche Gemeinde aufgenommen und mithilfe von WAM Planer und Ingenieure AG umgesetzt.
Nachhaltige Fussgängerüberquerung
Im November 2024 fand die Eröffnung der Fussgängerüberquerung Amselweg statt. Da der Wunsch der Eltern und Kinder nach einem direkten Fussgängerstreifen zum Kindergarten aufgrund schlechter Sichtweiten nicht machbar war, installierte die Gemeinde eine Querungshilfe. Die Querungshilfe verengt die Strasse so, dass die Querungsdistanz für die Kinder deutlich kleiner ist und die Autos trotzdem problemlos kreuzen können. Nebst der neuen Querungshilfe gibt es für die Kindergartenkinder zwei Fussgängerstreifen, einer oben bei der Kreuzung und einer beim Schulhaus.
Die Energiestadt Zuchwil nutzte beim Bau der Querungshilfe die Gelegenheit, die bestehende Grünfläche neu nach dem Schwammstadtprinzip zu bewässern. Beim Schwammstadtprinzip wird das Regenwasser auf der Strasse nicht mehr kanalisiert, sondern zur Grünfläche geleitet, wo es im Boden versickert. Mit dieser einfachen Massnahme verdeutlicht die Gemeinde, dass sie die Prinzipien der Nachhaltigkeit in jedem Bauprojekt beachtet und miteinbezieht.


















