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Zuchwil feiert sechste Auszeichnung als Energiestadt

Anlässlich der erneuten Auszeichnung als Energiestadt hat die Einwohnergemeinde Zuchwil am Donnerstag, 23. Oktober 2025 zur Rezertifizierungsfeier und zum Informationsanlass zum Thema «Energiewende» eingeladen. Der Lindensaal war mit rund sechzig interessierten Zuchwilerinnen und Zuchwilern gut gefüllt. 

Im September 2025 wurde Zuchwil zum sechsten Mal erfolgreich als Energiestadt rezertifiziert. Die Einwohnergemeinde nahm dies als Anlass für eine öffentliche Feier und einen Informationsanlass rund um die Energiewende, Heizungsersatz und das neue Energieportal der Gemeinde. «Das Label Energiestadt ermöglicht der Gemeinde ein kontinuierliches Engagement in Energie- und Klimabereich und bietet ein wertvolles Netzwerk für den Austausch mit anderen Gemeinden», wie Gemeindepräsident Patrick Marti in seiner Begrüssung betont. Die erneute Auszeichnung freut ihn besonders, da es auch Ansporn ist, die bewährten Aktivitäten weiterzuführen – für ein lebenswertes Zuchwil auch in Zukunft!

Die Schweizer Energiewende
Eröffnet wurde der Abend von Nationalrat Jürg Grossen, Präsident der GLP und des Photovoltaik-Branchenverbands «Swissolar». In seinem Referat zur Energiewende zeigte er auf, wie sich die Schweiz künftig eigenständig und CO₂-neutral mit Energie versorgen kann. Er erläuterte die Zusammenhänge von Strom- und Wärmewende und präsentierte spannende Fakten – so ist die Schweiz bei 68 Prozent der benötigten Energie in Form von Heizöl, Gas, Benzin und Diesel zurzeit stark abhängig vom Ausland. Im Jahr 2024 gab es aber mit 81 Terawattstunden einheimisch produzierter Energie einen neuen Rekord in der Schweizer Stromproduktion zu verzeichnen. Die Solarenergie nimmt dabei einen immer wichtigeren Teil ein. Im Jahr 2025 werden voraussichtlich 14 Prozent des Schweizer Strom-Endverbrauchs aus der Photovoltaikproduktion stammen. Jürg Grossen betonte zudem, dass Energieeffizienz, Photovoltaik, Elektromobilität, Digitalisierung und Automatisierung Hand in Hand gehen müssen, um ein «Netto-Null-Gebäude» und damit einen wichtigen Beitrag an die Energiewende in der Schweiz zu ermöglichen. Am Beispiel seiner Firma zeigt er konkret, wie dies umgesetzt werden kann. So benötigt die Geschäftsliegenschaft lediglich einen Viertel des Stroms sowie der Wärmeenergie eines Schweizer Durchschnittsgebäudes. 

Das Energieportal von Zuchwil
Im Anschluss stellte David Suter, Co-Founder und Geschäftsleitungsmitglied der geoimpact AG das neue Energieportal von Zuchwil vor. Dieses Online-Tool basiert auf der Energieplanung der Gemeinde und bietet Hauseigentümerinnen und -eigentümern eine einfache Möglichkeit, sich über empfohlene erneuerbare Heizsysteme, das Solarpotenzial ihrer Liegenschaft sowie über Fördermöglichkeiten und kostenlose Erstberatungen zu informieren. Der Energiestadt Zuchwil ist es ein grosses Anliegen, das Energieportal allen Liegenschaftsbesitzern bekannt zu machen, da es zentral ist für die Energiewende in Zuchwil. Energieberater Adrian Tschui erläuterte schliesslich die kantonalen Bestimmungen im Bereich Heizungsersatz. Er verglich verschiedene Heizsysteme in Bezug auf Platzbedarf, Kosten und Förderbeiträge und gab praktische Tipps für den Umstieg auf erneuerbare Energien.

Zum sechsten Mal Energiestadt
Nach den Fachreferaten folgte der feierliche Höhepunkt des Abends: Monika Tschannen, Botschafterin des Trägervereins Energiestadt, hielt die Laudatio und überreichte der Gemeinde offiziell das Zertifikat mit einem sehr guten Resultat von 71.2 Prozent. Mit der Rezertifizierung bekräftigt die Energiestadt Zuchwil ihr langfristiges Engagement für eine nachhaltige Zukunft – im Bereich Energie und in weiteren Bereichen, in welchen sie aktiv ist. So verfügt die Gemeinde neben der Energieplanung neu über eine nachhaltige Gebäudestrategie, welche eine wichtige Grundlage bildet für die kontinuierliche energetische Sanierung der gemeindeeigenen Liegenschaften, zudem ist ein neues Projekt in Planung zur Biodiversitätsförderung auf bisher ungenutzten Flächen im Gemeindegebiet. 

Im Anschluss waren alle Anwesenden zum Apéro riche und zum weiteren Austausch eingeladen. Die Gäste konnten sich an der Tischmesse mit den anwesenden lokalen Firmen – Regio Energie, Helion Energy AG, Tschui AG und Enerhaus Engineering AG – informieren und den Experten ihre Fragen stellen. Ebenfalls konnte das Energieportal am Stand der Energiestadt Zuchwil direkt ausprobiert werden. 

Download Präsentationen

Möchten Sie mehr wissen? Hier können Sie alle Präsentationen herunterladen und zum Energieportal Zuchwil gelangen.

Präsentation Jürg Grossen

Präsentation David Suter

Präsentation Adrian Tschui

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Erfolgreiche bike to work- Challenge der Zuchwiler Gemeindeverwaltung

Die Aktion «bike to work» ist seit Jahren eine beliebte Challenge innerhalb der Zuchwiler Gemeindeverwaltung für mehr Fitness und Teamzusammenhalt. An der Preisverleihung vom Dienstag, 19. August 2025, ehrte Zuchwil die besten Teams und Teilnehmenden mit viel Lob und einem Geschenkkorb.

Zahlreiche Mitarbeitende der Gemeindeverwaltung Zuchwil haben aktiv an der diesjährigen Kampagne «bike to work» von Pro Velo Schweiz mitgewirkt. Die Aktion motivierte die Angestellten, im Mai und Juni mit dem Velo, anstatt mit dem Auto zur Arbeit zu fahren. Dadurch sollten die Fitness der Mitarbeitenden, der Teamgeist und das nachhaltige Mobilitätsmanagement innerhalb der Gemeinde gefördert werden. 28 Teilnehmende in 7 Teams machten mit und legten dabei insgesamt 5’239 Kilometer an 721 Velotagen zurück. Dies entsprach einer Distanz von Zuchwil bis zum Kaspischen Meer und einer CO2-Einsparung von 754 Kilogramm. Gemeindepräsident Patrick Marti und Energiestadtkoordinatorin Juliette Vogel überreichten den besten Teams und Teilnehmenden für ihre hervorragende Leistung am Dienstag, 19. August 2025, einen Geschenkkorb.

Gemeindeinterne Challenge

Die meisten der anwesenden GewinnerInnen legten auch ausserhalb von bike to work ihren Arbeitsweg mit dem Velo zurück. Daher war für sie die Teilnahme an der Aktion eine Selbstverständlichkeit. Besonders motivierend empfanden sie die Challenge, mehr Kilometer und Velotage zu absolvieren als die gegnerischen Teams. So strampelten sich die #bikeaholics mit 1’033 km an 137 Velotagen und einem Veloanteil von 100 Prozent auf den ersten Platz. Die Flamigoradler konnten wie im vorherigen Jahr den zweiten Rang ergattern. Sie schafften an 444 km an 111 Velotagen und hatten einen Veloanteil von 98 Prozent. Stevie, Tommy und die AnLoPen radelten mit 1’213 km, 136 Velotagen und 89 Prozent Veloanteil auf den 3. Platz.

Unter den Teilnehmenden überragte Janno Niggli mit 556 km alle Mitstreitenden und wurde Top Kilometerchampion. Wie er erreichten auch Jessica Cucinelli und Aline Siegenthaler je 100 Prozent Veloanteil und legten dabei 190 und 189 km zurück.

Die Energiestadt Zuchwil bedankt sich herzlich bei allen Teilnehmenden fürs Mitmachen und ihren Einsatz für eine nachhaltige Mobilität innerhalb der Gemeinde!

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Graffiti-Projektwoche Schulhaus Blumenfeld

Bunt und hell fanden Eltern und Kinder die einst düstere und voller unschöner Graffitis vollgesprayte Unterführung Blumenfeld-Kornfeld an der Vernissage vom 23. Mai 2025 vor. Zusammen mit Graffiti-Künstler Philipp Kummli hatten die Schülerinnen und Schüler des Schulhauses Blumenfeld die Unterführung während einer Projektwoche komplett umgestaltet.

Die Gemeinde Zuchwil setzt Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen als Kernelement des UNICEF-Labels «Kinderfreundliche Gemeinde» um. In den vergangenen Jahren durften die Kinder der Primarschulen Rückmeldungen zu ihrem Kindergarten- und Schulweg geben. Dabei nannten viele die Unterführung Blumenfeld – Kornfeld als Schwachstelle. Sie fühlten sich in der Unterführung unwohl, da sie diese als dunkel und unheimlich wahrnahmen. Ausserdem war die Sicht aufgrund der Kurve eingeschränkt. «Einige meiner Schülerinnen und Schüler äusserten Angst vor der Unterführung, weil sie nicht bis ans Ende sehen konnten», erzählte ein Lehrer, «Es war dunkel und sie hörten Geräusche, wussten aber nicht, wer oder was ihnen entgegenkam.»  Ein Schüler meinte, die Graffitis wirkten auf ihn wie ein Durcheinander und auch die Schimpfwörter fand er nicht cool. Aus diesen Gründen entschied die Gemeinde, die Unterführung gemeinsam mit den Kindern umzugestalten.

Graffitis sprayen

Jede Klasse durfte für eine Doppellektion die Spraydose in die Hand nehmen und unter Anweisung von Graffiti-Künstler Philipp Kummli Buchstaben oder Flächen sprayen. Bevor es ans Eingemachte ging, übten sie die richtige Spraytechnik an einer Übungswand. «Ich bin fasziniert, wie super die Kinder das machen», schwärmte Kummli, «Sie haben sehr schnell gelernt, konnten alles umsetzen und waren kreativ. Also von den Kleinsten, 1. bis 6. Klässler, ist riesiges Potenzial da.» An der Vernissage vom 23. Mai 2025 teilten die Kinder den Anwesenden strahlend mit, dass ihnen nebst dem Sprayen vor allem das aktive Mitgestalten der Unterführung am besten gefallen hatte. «Die Kinder hatten grosse Freude und waren sehr dankbar dafür», so Kummli, «Das Resultat ist unser Werk.»

Mit und für die Kinder

Als Drahtzieherinnen des Projekts seitens Gemeinde und KFG Zuchwil holten Juliette Vogel und Jeanine Riesen viele weitere Akteure für die Umgestaltung an Bord. Die AEK AG stattete die Unterführung mit einer zusätzlichen Beleuchtung aus. Metall-Werk Zürich AG montierte die Spiegel und Bordi AG übernahm die Malerarbeiten. Zudem sponsorte Bordi AG die Abdeckung der neuen Beleuchtung während der Sprayarbeiten. Vogel lobte die gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten und wünscht sich, dass noch weitere Unterführungen in Zuchwil mit und für die Kinder umgestaltet werden. Patrick Marti ist überzeugt, dass dieses Projekt auch andere Schulhäuser dazu animieren wird, ähnliche Projektwochen durchzuführen. Die nächsten Massnahmen zur Schulwegsicherheit in Zuchwil werden bauliche Massnahmen sein. «Auch dabei ist es wichtig, die Jugendlichen und Kinder miteinzubeziehen», so der Gemeindepräsident,  «Manchmal braucht es nicht so viel, wie wir Erwachsenen denken, damit es für die Kinder eine Verbesserung ist.» Die Unterführung Blumenfeld-Kornfeld ist das beste Beispiel dafür: «Dank der Spiegel sehen die Kinder nun, wer oder was auf sie zukommt», freut sich ein Lehrer, «Sie sehen endlich Licht am Ende des Tunnels.»

Wer sich einen Überblick zu den umgesetzten und geplanten Aktivitäten der KFG Zuchwil verschaffen möchte, findet im Rechenschaftsbericht 2023/2024 eine Zusammenfassung.

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Zuchwil macht Energie sichtbar – SEP Energieportal

Die Energiepotenziale in Zuchwil sind gross. Zurzeit werden noch 74 Prozent der Gebäude mit fossilen Energieträgern beheizt, und lediglich 18 Prozent des Potenzials zur Photovoltaikproduktion werden ausgeschöpft.

Zuchwil geht einen weiteren Schritt in Richtung Energiewende – und macht Energie jetzt sichtbar. Mit dem neuen digitalen SEP Energieportal steht der Bevölkerung ab sofort ein benutzerfreundliches Tool zur Verfügung, das umfassend über erneuerbare Heizsysteme, Solarpotenziale und Fördermöglichkeiten informiert. Gleichzeitig dient es auch der Gemeinde als wertvolle Planungsgrundlage für die Umsetzung ihrer Energiestrategie.

Grosse Potenziale

Das energetische Potenzial in Zuchwil ist beachtlich: Derzeit werden 36  Prozent der Gebäude mit erneuerbaren Energien beheizt. Beim Solarpotenzial besteht noch Luft nach oben – aktuell wird rund 18 Prozent der geeigneten Dachflächen zur Stromproduktion genutzt. Diese Daten liefert der Energie Reporter, ein Gemeinschaftsprojekt von EnergieSchweiz und geoimpact AG (energiereporter.ch). Als Energiestadt Gold unterstützt Zuchwil die Klimaziele des Bundes, die bis 2050 eine Reduktion der energiebedingten Treibhausgasemissionen auf netto null vorsehen.

Ein Werkzeug für die Energiewende

Das neue SEP Energieportal ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Die Gemeinde stellt damit sowohl der Bevölkerung als auch der Verwaltung ein modernes und leistungsfähiges Instrument zur Verfügung, das die Energiewende direkt auf Gebäudeebene unterstützt. Mit dem SEP Energieportal stellt Zuchwil seiner Bevölkerung ein Werkzeug zur Verfügung, mit dem interessierte Hausbesitzerinnen und -besitzer mit wenigen Klicks eine individuelle Empfehlung für ein neues, erneuerbares Heizsystem erhalten. Die Vorschläge berücksichtigen dabei verschiedene Faktoren wie die aktuelle Heizsituation, die Lage, den lokalen Energieplan sowie die Anbindung an bestehende Wärmeverbunde.

Solarpotenzial auf einen Blick

Ein besonderes Highlight ist die interaktive Solarkarte: Sie zeigt farblich markiert, wie gut sich die jeweiligen Dachflächen für Photovoltaikanlagen eignen – ergänzt durch konkrete Angaben zur Sonneneinstrahlung. Auch Hinweise zu Förderprogrammen, denkmalpflegerischen Auflagen und weiterführenden Beratungsstellen sind direkt im Portal abrufbar.

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Mit der Querungshilfe Amselweg sicher im Kindergarten ankommen

Zuchwil setzt sich aktiv für die Verbesserung der Schulwegsicherheit ein. Dabei berücksichtigt die Gemeinde die Rückmeldungen der Resultate aus der Schulwegbefragung 2019, um gezielte Massnahmen wie die «Querungshilfe Amselweg» zu realisieren.

Als Kinderfreundliche Gemeinde legt Zuchwil grossen Wert auf die Sicherheit der Kinder auf ihrem Schulweg. Im Jahr 2019 führte die Gemeinde in Zusammenarbeit mit so!mobil eine Umfrage unter den Schülerinnen und Schülern, Kindergartenkindern und Lehrpersonen durch, um gefährliche Stellen auf dem Schulweg zu identifizieren. Die Ergebnisse dieser Befragung wurden sorgfältig ausgewertet und flossen in die Planung von Sicherheitsmassnahmen ein. Eine häufige genannte Gefahrenstelle war der Bereich des Amselwegs, insbesondere die Querung zum dortigen Kindergarten.

Gefahr für Kinder bannen

«Kein Fussgängerstreifen, Kinder rennen bzw. fahren mit dem Trottinett direkt über die Strasse, zu viele Autos.» So beschrieben viele Kinder und Eltern die Gefahren beim Überqueren des Amselwegs in der Schulwegbefragung. Die Autos überschritten zwar selten das Tempolimit von 50 km/h. Aber für die Kinder war eine Überquerung, vor allem zum Kindergarten, trotzdem eine grosse Herausforderung. Das Einrichten einer Zone 30 war auf politischer Ebene nicht umsetzbar, da der Amselweg eine Sammelstrasse mit viel Verkehr zum Sportzentrum ist. Deshalb beschloss der Gemeinderat die Umsetzung einer neuen Fussgängerüberquerung an dieser Stelle. Diese Massnahme wurde in den Aktionsplan Kinderfreundliche Gemeinde aufgenommen und mithilfe von WAM Planer und Ingenieure AG umgesetzt.

Nachhaltige Fussgängerüberquerung

Im November 2024 fand die Eröffnung der Fussgängerüberquerung Amselweg statt. Da der Wunsch der Eltern und Kinder nach einem direkten Fussgängerstreifen zum Kindergarten aufgrund schlechter Sichtweiten nicht machbar war, installierte die Gemeinde eine Querungshilfe. Die Querungshilfe verengt die Strasse so, dass die Querungsdistanz für die Kinder deutlich kleiner ist und die Autos trotzdem problemlos kreuzen können. Nebst der neuen Querungshilfe gibt es für die Kindergartenkinder zwei Fussgängerstreifen, einer oben bei der Kreuzung und einer beim Schulhaus.

Die Energiestadt Zuchwil nutzte beim Bau der Querungshilfe die Gelegenheit, die bestehende Grünfläche neu nach dem Schwammstadtprinzip zu bewässern. Beim Schwammstadtprinzip wird das Regenwasser auf der Strasse nicht mehr kanalisiert, sondern zur Grünfläche geleitet, wo es im Boden versickert. Mit dieser einfachen Massnahme verdeutlicht die Gemeinde, dass sie die Prinzipien der Nachhaltigkeit in jedem Bauprojekt beachtet und miteinbezieht.

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Schulhaus Pisoni Zuchwil – Ersatz Lüftungsanlage Garderobe UG

Die bestehende Lüftungsanlage für die Garderoben und Duschen im Untergeschoss hatte ihr Betriebsalter bereits überschritten und entsprach nicht mehr dem Stand der Technik. Insbesondere fehlte eine Wärmerückgewinnung.

Die neue Lüftungsanlage wurde entsprechend den aktuellen Anforderungen geplant und möglichst einfach umgesetzt. Das bestehende Leitungsnetz wurde beibehalten und lediglich gereinigt. Das neue Lüftungsgerät erfüllt die Vorgaben des Energiegesetzes und erreicht einen Wärmerückgewinnungsgrad von über 70 %. Dadurch werden die Betriebskosten, insbesondere der Energieverbrauch des Lufterhitzers, in Zukunft erheblich reduziert.

Projektverlauf und Kostenmanagement

Die Arbeiten wurden termingerecht während der Herbstferien abgeschlossen. Davor erfolgten seitens Fachplaner die Planung und Ausschreibung der Arbeiten. Nach der Inbetriebnahme bestätigte eine Funktionsprüfung die Einhaltung aller Anforderungen. Die Baukosten belaufen sich auf 67’000.- CHF exkl. MwSt. Darin enthalten sind das Honorar des Fachplaners sowie die Leistungen der Gewerke Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro.

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Mit neuen energiepolitischen Grundlagen Richtung Netto-Null 2050

Das „Leitbild Energiestadt Gold Zuchwil“ wurde am 30. Januar 2020 verabschiedet. Auf dessen Basis hat die Abteilung Planung und Bau das Energiepolitische Massnahmenprogramm, kurz EPOLI, für die Jahre 2025 – 2029 entworfen. Im Dezember 2024 ist nun zudem auch das neue Energie- und Klimaleitbild vom Gemeinderat verabschiedet worden.

Das EPOLI umfasst eine Liste von konkreten Massnahmen und Strategien, die darauf abzielen, den Energieverbrauch zu reduzieren, die Energieeffizienz zu verbessern und den Einsatz erneuerbarer Energien zu fördern. Es dient der Energiestadt als Fahrplan für die Umsetzung von energiepolitischen Zielen in den Bereichen Entwicklungsplanung und Raumordnung, kommunale Gebäude und Anlagen, Ver- und Entsorgung, Mobilität, Anpassung an den Klimawandel, interne Organisation und Kommunikation. Diese Themen werden zukünftig an Wichtigkeit gewinnen, weshalb sie auf kommunaler Ebene effizient und effektiv bearbeitet werden sollen. Das neue „Leitbild Energiestadt Gold Zuchwil“ und das EPOLI bilden zudem die Grundlage zur Sicherstellung einer ausreichenden, sicheren, umwelt- und ressourcenschonenden Energieversorgung auf dem Gemeindegebiet. Die einzelnen EPOLI Massnahmen prüft der Gemeinderat in den Jahren 2025 – 2029.

Das neue Energie- und Klimaleitbild 2024

Sowie das EPOLI wie auch das Energie- und Klimaleitbild helfen der Gemeinde sämtliche relevante Akteure wie Energieversorger, Gewerbe, Industrie, Schulen und die Bevölkerung in energiepolitische Prozesse miteinzubeziehen. Dies ermöglicht Zuchwil, sich weiterhin als eine vorbildliche Gemeinde zu profilieren und die Bevölkerung unter dem Aspekt der Versorgungssicherheit auf den Weg in eine klimaverträgliche Zukunft mitzunehmen. Weiter stellt das 2024 erarbeitete Energie- und Klimaleitbild eine solide Grundlage zur Erreichung des Netto-Null-Ziels dar. Es gilt als Leitlinie für die künftigen Aktivitäten von Politik und Gemeinde im Bereich der Energie- und Klimapolitik und hilft der Gemeinde, die im Rahmen des Energiestadtprozesses geforderten Ziele zu erreichen.

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Neue Energieplanung ebnet den Weg zur Energiestadt-Rezertifizierung 2025

Seit 20 Jahren ist Zuchwil eine Energiestadt. Mit der Erarbeitung einer kommunalen Energieplanung schafft die Gemeinde nun eine wichtige Basis für eine erfolgreiche Rezertifizierung als Energiestadt im Sommer 2025 und für die weitere Umsetzung von Massnahmen im Energiebereich.

Zwischen 2012 und 2023 ist der Gesamtendenergieverbrauch der Gemeinde Zuchwil um ca. 15 Prozent gesunken. Der Energieverbrauch liegt somit unter dem Durchschnitt der Schweiz. Dies ist ein grosser Erfolg für die Energiestadt GOLD Zuchwil. Dennoch besteht im Bereich der erneuerbaren Energien und der Reduktion der Treibhausgasemissionen noch grosses Verbesserungspotenzial. Dies bezieht sich vor allem auf den Heizungsersatz, den Mobilitätssektor und die Stromproduktion. Mit der neuen Energieplanung sollen einerseits die Raumentwicklung und Energienutzung besser aufeinander abgestimmt, und andererseits die Energieeffizienz erhöht sowie die erneuerbaren Energieträger gefördert werden. Dazu definierte die Energiestadt GOLD Zuchwil sechs Massnahmen, deren Umsetzung sie dem Gemeinderat empfiehlt.

Mit sechs Massnahmen zu reduziertem Energieverbrauch

Zu den ersten drei Massnahmen zählen die Steigerung des Heizungsersatzes von fossilen auf erneuerbare Energiequellen um möglichst 10 Prozent, die Sanierung gemeindeeigener Liegenschaften sowie die Installation von PV-Anlagen auf öffentlichen Bauten und dem Parkplatz des Sportzentrums. Bei der Massnahme 4 geht es um den Strommix: Die Gemeinde soll für öffentlichen Bauten sogenannten «grünen» Strom beziehen. Private Eigentümer sind darüber zu informiert, dass der eingekaufte Strom eine direkte Auswirkung auf den Primärenergiebedarf hat. Bei den Grossverbrauchern sollte die Gemeinde das Gespräch suchen, damit diese auch ausschliesslich «grünen» Strom auf dem Markt beziehen. Denn der Strommix der Grossverbraucher hat einen wesentlichen Einfluss bei der Primärenergiebilanzierung der Gemeinde.

Die  Massnahme 5 deckt den Bereich Mobilität (MIV, Langsamverkehr) ab. Hierfür liegen bereits Massnahmen aus dem Bericht «Mobilitätsstrategie» von der Firma EBP Schweiz AG vor, die es umzusetzen gilt. Bei der Massnahme 6 dreht sich alles es um gemeindeeigene Liegenschaften, wofür die definierten Massnahmen 1 – 5 wie folgt eine wichtige Rolle spielen:

  • Bei noch fossilbeheizten Gebäuden soll ein Heizungsersatz auf erneuerbarer Energie stattfinden.
  • Sanierungsbedürftige Gebäude werden wärmetechnisch saniert (Minergie-Sanierungs-standard oder Neubaugrenzwert MuKEn) und energieeffiziente Geräte (Beleuchtung, Lüftung, etc.) installiert.
  • Im Rahmen von Dachsanierungen sind PV-Anlagen zu installieren.
  • Der eingekaufte Strom für öffentliche Gebäude und Strassenbeleuchtung soll «grüner» werden.
  • Die Massnahmen aus der Mobilitätsstrategie sind für die gemeindeeigene Fahrzeugflotte und im Rahmen des Ausbaus der öffentlichen Ladeinfrastruktur umzusetzen.

Die Energiestadt Gold Zuchwil geht davon aus, dass mit der Umsetzung dieser definierten Massnahmen die Ziele aus dem Klima- und Energieleitbild 2024 bis 2040 erreicht werden können.

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Bauliche Zustandsanalyse und Sanierungsstrategie der Zuchwiler Gemeindebauten

Diverse gemeindeeigene Gebäude in Zuchwil bedürfen einer Sanierung. Damit diese möglichst kostengünstig und effizient durchgeführt werden können, führte die Gemeinde eine bauliche Zustandsanalyse durch und erstellte eine Sanierungsstrategie.

Gebäude müssen in der Regel alle 40-50 Jahre einer Gesamtsanierung unterzogen werden. In Zuchwil bestand jedoch keine umfassende Dokumentation über den baulichen Zustand der gemeindeeigenen Gebäude. Um den Sanierungsbedarf festzustellen und die Massnahmen entsprechend zu priorisieren, gab die Gemeinde im Herbst 2024 eine Analyse für 20 ausgewählte Liegenschaften im Verwaltungsvermögen der Gemeinde bei der Energie hoch drei AG in Auftrag. Aus deren Resultaten leitete die Gemeinde eine Sanierungsstrategie ab.

Gesamtsanierungen sind kostengünstiger

Die Zustandsanalyse verdeutlicht, dass die 20 ausgewählten Liegenschaften in einem schlechten bis mittleren baulichen Zustand sind. In den 90er Jahren hat die Gemeinde bereits einige Gebäude saniert, in den meisten Fällen jedoch nur die Gebäudehülle. Diese Gebäude sind gut instandgehalten, aber weil nur 20 Prozent des Flächenanteils dieser Gebäude saniert sind, zeichnet sich kurz- bis mittelfristige ein grosser Instandsetzungbedarf ab. Somit werden die von 1990 bis 2010 umgesetzten Sanierungsarbeiten und Neubauten zwischen 2040 und 2060 erneut sanierungsbedürftig sein. Die Umsetzung von mehreren Einzelmassnahmen ist somit teurer als die Gesamtsanierung der analysierten Liegenschaften. Gesamtsanierungen oder Sanierungen der gesamten Gebäudehülle oder Innensanierungen inkl. Gebäudetechnik haben auch den Vorteil, dass Fehlinvestitionen vermieden und der Planungsaufwand geringgehalten werden können.

Zielsetzung für die nächsten Jahre

Ziel der Energiestadt GOLD Zuchwil ist es nun, gemeindeeigene Gebäude so zu sanieren, dass grössere Instandsetzungsarbeiten erst wieder in 40-50 Jahren nötig sind. Auf Grundlage der Zustandsanalyse werden die Gebäude separat geprüft und dann in einen Terminplan überführt, damit die Sanierung der gebäudeeigenen Liegenschaften mit der Sanierung anderer Bauten koordiniert werden kann. Von diesem Terminplan ausgenommen sind Bauteile mit einem kürzeren Sanierungszyklus. Dies betrifft vor allem. Heizungen, technische Geräte oder innere Oberflächen, welche vor dem nächsten vorgesehenen Sanierungszyklus ihr technisches Alter erreicht haben. Zudem sollen neue und sanierte Bauteile eine so hohe Qualität aufweisen, dass sie mindestens wieder bis zur nächsten Gesamtsanierung halten.

Standardgerechte Gebäudesanierung

Bei der Bestimmung des Sanierungszeitpunktes eines Gebäudes achtet Zuchwil auf einen in der Schweiz üblichen Sanierungszyklus und Gebäudestandard, sowie auf den Erhalt einer hohen Architekturqualität. Die Kostenermittlung orientiert sich ebenfalls an diesem Standard. Die bestehenden Gebäude werden an die heute gültigen Normen und Standards angepasst. Dies beinhaltet Anpassungen bei der Sicherheit (z.B. Brandschutz, Absturzsicherung, Schadstoffe), energetische Verbesserung der Gebäudehülle und den Einsatz erneuerbarer Energien, sowie Verbesserung der Akustik und Zugänglichkeit (z.B.Behindertengleichstellungsgesetz). Der Investitionsbedarf für die Sanierung jener Altbauten und im Spezifischen die Erstellung des Ersatzneubaus Werkhof liegt bis 2040 zwischen 45 – 85 Mio. Franken. Nach rund 50 Jahren, also ab 2070, beginnt dann der aktuelle Sanierungszyklus wieder von vorne.

Herausforderung Terminplan Gemäss Terminplan sollte es möglich sein, alle analysierten Liegenschaften nacheinander zu sanieren. Zu den sanierungsbedürftigen Gebäuden gehören jedoch viele Schulhäuser und Kindergärten. Dies stellt die Gemeinde vor die Herausforderung, die Gebäude bei laufendem Betrieb zu sanieren. Zurzeit ist geplant, mit der Sanierung des Schulhaus Blumenfeld im Jahr 2025 zu beginnen. Die Sanierung des letzten Gebäudes, das Unterfeld Schulhaus, würde dann aber erst 2039 abgeschlossen sein. Somit werden parallellaufende Sanierungsprojekte bei Schulhäusern und Kindergärten in Betracht gezogen, während bei anderen gemeindeeigenen Liegenschaften aus Kostengründen darauf verzichtet wird.

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Sechs Mal volle Punktzahl bei Walk to school

Im September 2024 nahmen die Primarschulhäuser Unterfeld und Blumenfeld mit insgesamt 21 Klassen erfolgreich an der Aktion «Walk to school» teil. Mit der Aktion machten die Schulen auf die Problematik der Elterntaxis aufmerksam und motivierten die Schülerinnen und Schüler zum selbstständigen Zurücklegen des Schulwegs.

420 Schülerinnen und Schüler der Schulhäuser Unterfeld und Blumenfeld machten dieses Jahr an der Aktion «Walk to school» mit. Der Einsatz der Kinder war gross: Die Hälfte der teilnehmenden Klassen des Schulhauses Unterfeld gelang es, während des gesamten Aktionszeitraums jeden Tag zu Fuss zur Schule zu gehen und somit die maximale Punktzahl von 100 Prozent zu erreichen. Im Schulhaus Blumenfeld schaffte es die Klasse 5c mit 99.5 Prozent auf den 1. Rang, dicht gefolgt vom Kindergarten Tulpenweg mit 99 Prozent und der Klasse 3c mit 98.6 Prozent. Diese Rangliste verdeutlicht, dass auch kleine Kinder ihren Schulweg problemlos zu Fuss meistern können.

Für die herausragende Leistung überreichte Gemeindepräsident Patrick Marti den Schulen einen Extrapreis von so!mobil. Das Programm für eine nachhaltige Mobilität hatte die Durchführung von Walk to school gemeinsam mit dem Verkehrs-Club Schweiz im Kanton Solothurn organisiert. Das Preisgeld wird für eine Projektwoche eingesetzt, die 2025 durchgeführt wird.

Mehr Elterntaxis bei Regen

Die Aktion hatte zum Ziel, die Schülerinnen und Schüler zum selbstständigen Zurücklegen des Schulweges zu animieren und für Verkehrssicherheit zu sensibilisieren. Dabei reduzierte sich auch der Verkehr vor den Schulhäusern, weil weniger Elterntaxis unterwegs waren. Das Problem der Elterntaxis ist in vielen Gemeinden präsent. «Sobald es ein paar Tropfen regnet, werden die Kinder mit dem Auto zur Schule gefahren», sagte eine Lehrperson, «Dabei stört es die Kinder gar nicht, wenn es regnet.» Die Witterung ist nur einer von vielen Gründen, weshalb Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule chauffieren. Um der Gefahr durch Elterntaxis entgegenzuwirken und besorgten Eltern eine Alternative zum Elterntaxi zu bieten, empfiehlt die Kantonspolizei das Errichten einer Pedibuslinie: «Aus unserer Sicht ist das die effektivste und kostengünstigste Strategie gegen Elterntaxis.» Beim Pedibus gehen Kinder begleitet von Erwachsenen zu Fuss zur Schule. Die Route und Haltestellen können im Voraus untereinander abgesprochen werden. Unterstützung beim Etablieren einer Pedibuslinie in Zuchwil finden interessierte Eltern bei so!mobil (info@so-mobil.ch).